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Das Spanbaumstechen
Man benötigt erstmal Lindenholz, ein 16er Stecheisen, eine relativ stabile Vorrichtung, um den Rohling einzuspannen, und viel Geduld.
Aus dem Lindenholz wird der Rohling auf der Drechselbank für den Baum hergestellt, Form und Länge nach Bedarf.
Wenn der Rohling fertig gedrechselt ist, wird er erstmal so 10 Minuten ins Wasser gelegt, danach in eine Plastiktüte luftdicht verpackt für ca. 12 Stunden.
Das Wässern hat den Vorteil, dass sich die Locken bei feuchter Linde schön schieben lassen, und sich schön aufrollen.
Hatte es selbst schon bei Linde mit einer Restfeuchte von 10% versucht, da platzen die Locken weg wie nichts.
Nach den 12 Stunden wird der Rohling in eine Vorrichtung gespannt, und die Übung kann beginnen....
Das 16er Stecheisen sollte schön scharf sein, weil sich sonst die Locken rausreissen. Ich empfehle die Kirscheneisen dafür zu verwenden.
Zur Vorrichtung:
Die Vorrichtung sollte fest und stabil gebaut sein, und man muß bedenken, der Rohling muß sich beim Stechen drehen.
Hier meine Variante der Vorrichtung....
Habe die Vorrichtung aus Rohholzlatten gebaut. Eine Seite sollte verschiebbar sein, wegen der verschiedenen Baumgrößen.
Habe auf einer Seite eine feste Hülse aus Buche befestigt, und auf der beweglichen Seite eine verstellbare, um das man den Rohling einspannen kann.
Immer schön dran denken, eine Hand um den Rohling legen, und mit dem Daumen aufs Eisen drücken, mit der anderen Hand den Schaft des Eisens führen.
Der Rest, bis zur Fertigstellung der Bäumchen, gebrauch sehr viel Übung, aber ihr werdet das schon schaffen.......
Mit ein bisschen Übung könnte der fertige Baum dann so aussehen, ist noch nicht professionell, aber geht schon
Wer mal ins Erzgebirge kommt, dem kann ich zu dem Thema Spanbaumstechen das Stracoland in Colmnitz empfehlen, dort wird in einer Schauwerkstatt den ganzen Tag gezeigt, wie es professionell geht.
Hier gehts zum Stracoland http://www.stracoland.de
Viel Spaß beim Nachbauen....